Vorsicht vor schnellem Wechsel in eine private Krankenversicherung

13.08.2010 11:19 (Kommentare: 0)

Private Krankenversicherung Vergleich Vor einem übereilten Wechsel in eine private Krankenversicherung hat der Bund der Versicherten gewarnt. Die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung werden im nächsten Jahr steigen. Nicht allein der Anstieg der Beitragssätze kommt auf die Versicherten zu. Viele Krankenkassen werden voraussichtlich Zusatzbeiträge erheben. Da liegt es nahe, dass sich einige gesetzlich Krankenversicherte über einen Wechsel in die private Krankenversicherung Gedanken machen.

Mit scheinbar günstigen Angeboten locken einige private Krankenversicherungen potentielle neue Kunden. Der Bund der Versicherten hat jetzt aber eine direkte Warnung vor einem eiligen Wechsel ausgesprochen. Zunächst ist bei der privaten Krankenkasse zu prüfen, ob mit dem scheinbar günstigen Beitrag auch alle Leistungen der bisherigen gesetzlichen Krankenkasse abgedeckt sind. In einigen Fällen ist nämlich damit zu rechnen, dass zusätzliche Kosten auf die neuen Kunden zukommen, wenn sie auch in der privaten Krankenversicherung die bisher gewohnten Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch nehmen wollen. Dies ist manchmal nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Besonders ältere Versicherte müssen mit deutlich erhöhten Beiträgen rechnen. Bei den privaten Krankenkassen sind die Beiträge nicht unmittelbar vom Einkommen abhängig sondern von persönlichen Gegebenheiten und einer eventuellen Krankenvorgeschichte.

Zu beachten ist außerdem, dass Kinder bei einer privaten Krankenversicherung in der Regel nicht kostenlos mit versichert sind. Ein Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in eine private Krankenversicherung würde laut Bund der Versicherten bei vergleichbaren Leistungen für viele „Normalverdiener“ Beitragssteigerungen „bis zur Unbezahlbarkeit“ mit sich bringen. Ein entsprechender Versicherungswechsel sollte deshalb gut überlegt werden. Die Angebote der privaten Versicherungen sind genau zu prüfen. Besonders zu beachten ist dabei die Beitragsentwicklung mit steigendem Alter.

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