Aktuelle Informationen zu Kapitallebensversicherungen

Lebensversicherung Vergleich Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüft derzeit die Kapitalisierungsgeschäfte von Lebensversicherern. Im Zusammenhang mit ihren sogenannten Kapitalisierungsgeschäften wurden die Versicherungsgesellschaften durch die BaFin dazu aufgefordert, bis zum 19. April 2010 eine Stellungnahme zu diesen Geschäften abzugeben. Die Kapitalisierungsgeschäfte sind bei Fachleuten sehr umstritten. Damit werden zwar schnell Neukunden mit gut verzinsten und kurzfristigen Lebensversicherungsverträgen ohne Verluste gewonnen, die Verträge der bereits vor Jahren abgeschlossenen Lebensversicherungen erzielen allerdings oft deutlich schlechtere Renditen. Die Versicherer sollen jetzt gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht offen legen, wie hoch der Anteil der Kapitalisierungsgeschäfte an den Gesamteinnahmen ist. Außerdem ist zu belegen, mit welchen Kündigungsquoten zu rechnen ist und wie hoch die Risiken bei den neuen Abschlüssen sind.

Nach einem Gerichtsurteil des Hessischen Finanzgerichts aus dem Jahr 2009 ist der Begünstigte der Lebensversicherung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zur Zahlung von Erbschaftssteuer verpflichtet worden. Der Erbe einer langjährigen Beziehung, der auch noch Begünstigter der Lebensversicherung seiner ehemaligen Partnerin war, wurde vom Finanzamt zur Erbschaftssteuer bezüglich der ausgezahlten Lebensversicherung herangezogen. Der Mann klagte gegen den Steuerbescheid und führte an, dass er mit der Verstorbenen über zwanzig Jahre zusammengelebt habe und ein gemeinsamer Haushalt mit gemeinsamer Kasse bestand. Als Besserverdienender habe er den Großteil der Lebenshaltungskosten getragen, gemeinsame Versicherungen, wie Haftpflicht- und Hausratversicherung getragen sowie größere Anschaffungen bezahlt. Nur deshalb wäre seine Lebenspartnerin überhaupt in der Lage gewesen, die Versicherungsprämien der Lebensversicherung zu zahlen. Das Hessische FG folgte dieser Auffassung aber nicht. Entscheidend war für die Richter, dass die Versicherungsprämien vom Konto der Verstorbenen gezahlt wurden (Urteil vom 02.04.2009, Hessisches FG, Aktenzeichen: 1 K 2778/07 ErbStB 2009, 209).

Zurück

Ähnliche Artikel
Nicht ohne private Unfallversicherung in die Motorradsaison starten!
Pünktlich zum Beginn der Motorradsaison empfehlen Experten eine private Unfallversicherung, denn gerade bei Motorradfahrern ist die Gefahr eines Unfalls sehr hoch. Vor kurzem sind viele in die …

weiterlesen »

Private Unfallversicherung: Schadensmeldung ist für Zahlung der Invaliditätsleistung ausreichend
Um die Invaliditätsleistung aus einer privaten Unfallversicherung in Anspruch zu nehmen, reicht eine Schadensmeldung durch den Versicherungsnehmer aus, entschied das OLG Hamburg. Jahrelang schwelte …

weiterlesen »

Private Unfallversicherung muss auch zahlen, wenn Unfall nicht Schadensereignis war
Der BGH (Bundesgerichtshof) befasste sich mit der Leistungspflicht der privaten Unfallversicherung. Demnach muss diese nun auch zahlen, wenn der Unfall nicht ursächlich für den Schaden war. Bis zur …

weiterlesen »