Die Ratingagentur Franke und Bornberg veröffentlicht neuen Kfz-Tarifvergleich

Die Ratingagentur Franke und Bornberg veröffentlicht neuen Kfz-Tarifvergleich

Der aktuelle Kfz-Tarifvergleich von der Ratingagentur Franke und Bornberg zeigt, dass die Qualität der Versicherungsleistungen in der Vergangenheit stark gestiegen ist. Pünktlich zu Ende November haben die Experten wieder einmal einen genauen Blick auf die aktuelle Tariflandschaft in der Kraftfahrtversicherung geworfen.

Das Ergebnis war erfreulich, denn rund 25 Prozent der untersuchten Versicherungswerke wurde mit der Bestnote FFF bewertet. In der Analyse betrachtet wurden über 260 Tarife sowie Kombinationen, die von 73 Gesellschaften vorgelegt wurde.

Obwohl das Resultat insgesamt überzeugend war, fielen schon unter den Topprodukten erhebliche Unterschiede bei den untersuchten Leistungen auf. Gerade deshalb ist ein Tarifvergleich wichtig für alle Autofahrer, die ihre Kfz-Versicherung zum 31.12.2018 gekündigt haben und nun einen neuen Schutz suchen.

Autoversicherung vergleichen

Steigende Leistungen bei der Kfz-Versicherung zu beobachten

Ein erstes Statement der Analysten von Franke und Bornberg dürfte alle Autofahrer freuen. Im Vergleich zu den beiden früheren Tests haben sich die Leistungen in der Autoversicherung kontinuierlich weiter verbessert. Die Versicherungsbedingungen wurden in den letzten Jahren immer attraktiver, wie aus der aktuellen Analyse erneut hervorgeht.

Allerdings fällt es den Entwicklern schwer, sich auf neue Trends einzustellen. Ein gewisses Potenzial ist zum Beispiel in der Elektromobilität zu sehen, und auch Leistungserweiterungen für einen Schaden nach einem Kurzschluss oder nach Tierbissen seien festzustellen. Hier sind die Grenzen für Entschädigungen zum Teil deutlich gestiegen. Noch nicht angekommen ist der Trend zur Telematiktarifen, er scheint sich in der Praxis bisher nicht durchzusetzen. Die Zahl der Versicherer ist noch immer überschaubar, und es ist derzeit nicht klar, ob das an Problemen mit der Berechnung der Beiträge oder an der fehlenden Akzeptanz auf Seiten der Kunden liegt.

Weniger Tarife im Test als in 2017

Im Vergleich zum letzten Jahr wurden rund 25 Prozent weniger Tarife in der Analyse untersucht. Rund 260 Versicherungswerke und Kombinationen wurden von den 73 Anbietern vorgelegt. Betrachtet wurden ausschließlich Tarife für Kfz, Motorräder waren vom Test ausgenommen. Die Zahl der Anbieter blieb im Vergleich konstant. Begründet wurde dieses Verhältnis von den Analysten damit, dass eine veränderte Strukturierung der Tarife festzustellen war. Das heißt, dass die Versicherer offenbar weniger Bausteinlösungen für die Kfz-Versicherung anbieten.

Verzichtet wurde auf die Einteilung der Tarife in die Kategorien Standard-, Grund- und Topschutz, obwohl dies bei Sachversicherungen üblich ist. Zur Begründung führten die Experten aus, dass es in der Autoversicherung eine Differenzierung der Absicherung nach den Modulen der Haftpflicht, der Teilkasko und der Vollkasko gibt. Dadurch ist eine weitere Unterscheidung der Tarife nach Leistungsklassen nicht erforderlich.

So haben die Analysten getestet

Die Analyse basiert auf der Annahme, dass ein Versicherungsnehmer sich bevorzugt für ein Produkt mit Vollkaskoschutz entscheidet. Er ist also an einem hochwertigen Schutz für sein Fahrzeug interessiert, das über eine Basisabsicherung erheblich hinausgeht. Entsprechend hoch ist die Qualität der untersuchten Tarife, auf Versicherungswerke für preissensible Kfz-Halter wurde deshalb konsequent verzichtet.

In die Bewertung gingen 61 Kriterien ein. Geprüft wurde die Ausprägung und die Varianten der detaillierten Leistungen, die Qualität der Versicherungsbedingungen wurde dann in der nächsten Stufe mit Zahlen von Null bis 100 bewertet. Dabei stand eine Ausprägung von Null für das schlechteste Ergebnis, die 100 wurde für die beste Leistung vergeben. Die Endbewertung wurde in dem von Franke und Bornberg immer verwendeten Schema angesetzt. Die Skala besteht aus acht Stufen, die Note FFF steht für ein „Hervorragend“, ein „F--“ ist eine „sehr schwache“ Bewertung. Insgesamt wurden 70 Tarife und damit über 25 Prozent mit der Bestnote FFF versehen.

Viele gute Tarife erschweren die Auswahl

Aus Sicht der Analysten ist es erfreulich, wie groß die Anzahl der Tarife mit sehr guten Leistungen waren. Die Toptarife wurden unter anderem von so renommierten Versicherern wie der Allianz, der Alte Leipziger, der AXA, der ERGO, der Gothaer oder der R+V vorgelegt. Auch einige Direktversicherer wie die HUK24 waren unter den Anbietern mit den besten Leistungen. Auffallend war weiterhin, dass rund 75 Prozent in die drei besten Tarifkategorien eingeordnet werden konnten.

Ebenso fiel auf, dass es enorme Leistungsunterschiede unter den Toptarifen gibt. Schon in der Gruppe der FFF-Tarife waren erhebliche Differenzen bei der Regulierung von Schäden festzustellen. Sehr deutlich wurde das bei den Leistungen bei „Tierbissen“, dort wurde zum Teil für Folgeschäden in einer Größenordnung ab 3.000 Euro bis zu 10.000 Euro geleistet. Zum Teil gingen die Erstattungen über diesen Betrag sogar noch hinaus.

Tarifvergleich bei Wechsel unbedingt erforderlich

Die neue Analyse von Franke und Bornberg zeigt, was Versicherungsexperten lange wissen: Wer seine Kfz-Versicherung wechseln will, muss vor dem Abschluss des neuen Vertrags unbedingt vergleichen. Das geht schnell und einfach mit einem Vergleichsrechner, der online genutzt wird und mit wenigen Angaben das gewünschte Tarifrating anzeigt. Schon aus einem ersten Vergleich wird in der Regel deutlich, wie groß die Preisunterschiede auch unter den Toptarifen sind. Autofahrer sollten sich deshalb die Zeit nehmen, einen Vergleich durchzuführen, bevor sie zum Jahresanfang 2019 einen neuen Versicherungsschutz abschließen.

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