Focus Money: Wohngebäudeversicherung im Test

Wohngebäudeversicherung im TestVor kurzem wurde in der Fachzeitschrift Focus Money das Thema Wohngebäudeversicherung im Test ausführlich behandelt. Wie wichtig der passende Versicherungsschutz ist, zeigt die aktuelle Wetterlage.

Erst fegte „Heini“ über Deutschland hinweg, dann folgte „Iwan“. Da sind viele Sturmschäden vorprogrammiert, welche die Wohngebäudeversicherung im Regelfalle übernimmt, sofern das Risiko Sturm in die Police aufgemommen wurde.

Bis Mitte November schien es das Wetter in diesem Jahr gut mit uns zu meinen. Angenehme Temperaturen und Sonnenschein ließen den vor der Tür stehenden Winter in weite Ferne rücken. Doch jetzt hat uns die Realität eingeholt. In der Nacht vom 17. bis 18. November fegte Orkan „Heini“ über Deutschland hinweg. Nach einer kurzen Atempause am Tag frischte es gegen Abend erneut auf und Sturmtief „Iwan“ brachte Regen sowie heftige Windböen zu uns. Da bleiben Sturmschäden nicht aus.

Bei der Bahn kam es zu „witterungsbedingten Störungen“ im Zugverkehr. Bäume, Verkehrsschilder und Bauzäune stürzten um. Dachziegeln lösten sich und wurden zur Bedrohung für Autos, Menschen und Tiere. Auf dem Erfurter Domplatz kippte der bereits aufgestellte Weihnachtsbaum auf einige Marktbuden. Zum Glück wurden bisher keine Personenschäden bekannt, die Wohngebäudeversicherungen könnten allerdings in den nächsten Tagen einiges zu tun bekommen.

Wohngebäudeversicherung zahlt bei Sturmschäden meist erst ab Windstärke 8

Über eine Wohngebäudeversicherung sind üblicherweise Sturmschäden am Haus sowie an allen damit verbundenen Bauteilen wie Türen und Fenster abgesichert. Auch Garagen und Gartenhäuser können als Nebengebäude in der Wohngebäudeversicherung eingeschlossen werden. Am beziehungsweise auf dem Haus festinstallierte Solarthermie- und Photovoltaikanlagen sind ebenfalls versichert, sofern dies vertraglich vereinbart wurde. Werden jene infolge eines Sturmes beschädigt, trägt die Wohngebäudeversicherung die Kosten für die Instandsetzung, Reparatur oder Neuanschaffung beziehungsweise Neubau.

Voraussetzung ist, dass der Wind mindestens die Stärke 8 erreicht hat. Sollte die Versicherung diesbezüglich einen Nachweis verlangen, kann ein solcher über den Deutschen Wetterdienst (DWD) geführt werden. Die Abteilung Klima- und Umweltberatung ist Ansprechpartner für amtliche Gutachten und beantwortet die Frage, wie das lokale Wetter am Schadenstag war. Informationen dazu sind auf der Internetseite des DWD abrufbar.

Mittlerweile werden aber auch Tarife angeboten, welche egal bei welcher Sturmstärke die volle Leistung erbringen. Derartige Angebot müssen nicht zwangsläufig teuer sein, aber dennoch sind Sie leider nicht so häufig zu finden.

Bei Focus Money war die Wohngebäudeversicherung im Test

Pünktlich zum Start der „Sturmsaison“ hat das Wirtschaftsmagazin „Focus Money“ in Zusammenarbeit mit der Rating-Agentur Franke und Bornberg Wohngebäudeversicherungen getestet. Grundlage bildete ein 134 Quadratmeter Wohnfläche umfassendes Musterhaus.

Für dieses war für rund 200 Euro Versicherungsprämie jährlich sogar ein erweiterter und damit gehobener Tarif verfügbar. Hier konnte sich die Domcura mit ihrem „Einfamilienhauskonzept-TOP-Schutz“ mit einer Gesamtnote von 1,3 den Sieg sichern. Die gleiche Note erhielt die Waldenburger-Versicherung, die allerdings für diesen Preis nur eine Grunddeckung bietet und deshalb auf Platz 2 verwiesen wurde. Der Tarif „casa optimum“ von der Degenia sowie der „Premium-WFL“-Tarif von der Medienversicherung erzielten mit der Testnote 1,5 ein nur geringfügig darunterliegendes Ergebnis. Die drei erstgenannten Tarife wurden zudem im Rating mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis belegt. Letzterer erhielt ein „Sehr gut“.

So wurde getestet

Von 38 verschiedenen Anbietern wurden insgesamt 62 Tarife zum Wohngebäudeversicherung Test herangezogen. Die Beurteilung von Preis und Leistung erfolgte nach Versicherungsscheinen, Antragsformularen, den Versicherungsbedingungen in gedruckter Form, den aktuell geltenden Preisverzeichnissen der einzelnen Gesellschaften sowie eventuell herausgegebenen, verbindlichen Verbraucherinformationen.

Weil in die Beitragsberechnung der Wohngebäudeversicherung der Standort des Hauses hineinspielt, wurde der Versicherungsschutz mit Einschluss von Elementarschäden für fünf verschiedene Adressen in fünf deutschen Großstädten ermittelt.

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