Ist ein Firmenrechtsschutzversicherung Vergleich sinnvoll?

Ist ein Firmenrechtsschutzversicherung Vergleich sinnvoll? Diese Frage stellen sich viele Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige spätestens dann, wenn der erste Brief eines Anwalts auf dem Tisch liegt oder eine offene Forderung einfach nicht beglichen wird. Die klare Antwort lautet: Ja, absolut. Denn die Versicherung ist sehr wichtig, aber Unterschiede in Leistung und Preis sind in diesem Segment gewaltig.

Wer hier blind das erstbeste Angebot unterschreibt, zahlt oft nicht nur zu viel an Beitrag, sondern riskiert im Ernstfall auch gefährliche Deckungslücken welche im schlimmsten Fall zur Insolvenz führen könnten. Ein fundierter Vergleich von Preis und Leistung hilft Ihnen dabei, genau den Schutz zu finden, der zu Ihrem individuellen Geschäftsrisiko passt – und dabei oft sogar noch Geld spart.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Rechtsstreitigkeiten immer komplexer und teurer werden, ist die richtige Absicherung existenzsichernd. Egal, ob es um Auseinandersetzungen mit Mitarbeitenden, Probleme mit dem Finanzamt oder Streitigkeiten im Straßenverkehr geht: Die Kosten für Anwälte, Gerichte und Gutachter können schnell in die Tausende gehen und die Liquidität eines Unternehmens bedrohen. Ein Rechtsschutzversicherung Gewerbe Vergleich verschafft Ihnen hier den nötigen Überblick.

Firmenrechtsschutzversicherung Vergleich

Warum eine Private Rechtsschutzversicherung bei Firma, Gewerbe und Selbstständigkeit meist nicht reicht

Ein weit verbreiteter Irrtum unter Gründern und Kleinunternehmern ist die Annahme, ihre bestehende private Rechtsschutzversicherung würde auch geschäftliche Belange abdecken. Das ist jedoch in den allermeisten Fällen falsch und kann im Schadensfall zu einem bösen Erwachen führen.

Private Rechtsschutzversicherungen sind, wie der Name schon sagt, für den privaten Lebensbereich konzipiert. In den Versicherungsbedingungen ist der gewerbliche oder Rechtsschutz für Selbstständige in der Regel explizit ausgeschlossen. Sobald eine Streitigkeit einen ursächlichen Zusammenhang mit Ihrer gewerblichen Tätigkeit hat – sei es auch nur ein vermeintlich kleiner Einkauf von Büromaterial oder ein Streit mit dem Vermieter des Büros –, wird die private Versicherung die Deckung ablehnen.

Stellen Sie sich vor, Sie werden als Freiberufler von einem Kunden auf Schadensersatz verklagt, weil eine Dienstleistung angeblich fehlerhaft war. Oder Sie haben als Handwerker Ärger mit einem Lieferanten, der defektes Material geliefert hat. In all diesen Fällen greift der private Schutz nicht. Eine spezielle Firmenrechtsschutzversicherung zur Durchsetzung Ihrer Rechte ist daher unverzichtbar, um das Firmenvermögen zu schützen. Da die Risiken im geschäftlichen Umfeld – von Arbeitsrechtsprozessen bis hin zu steuerrechtlichen Auseinandersetzungen – ungleich höher sind und der Rechtsweg wesentlich teurer werden kann, kalkulieren Versicherer hierfür eigene Tarife.

Der große Vorteil: Privatrechtsschutz ist oft kostenfrei inklusive

Ein Aspekt, der bei der Betrachtung der Kosten oft übersehen wird, ist die sogenannte Kombi-Police. Viele hochwertige Firmenrechtsschutz-Tarife bieten einen entscheidenden Vorteil für den Inhaber: Der private Rechtsschutz für einen Inhaber und seine Familie ist im Regelfall kostenfrei oder gegen einen sehr geringen Aufpreis eingeschlossen.

Das bedeutet für Sie: Wenn Sie eine Firmenrechtsschutzversicherung abschließen, können Sie Ihre separate private Rechtsschutzversicherung häufig kündigen. Dies relativiert die Kosten für den gewerblichen Schutz enorm. Anstatt zwei Beiträge zu zahlen, haben Sie eine Police, die beide Lebensbereiche – Beruf und Privatleben – abdeckt, ohne Abgrenzungsprobleme zwischen mehreren Verträgen.

Wichtig ist hierbei jedoch ein genauer Blick auf den versicherten Personenkreis. Gilt der Schutz auch für den Lebenspartner? Sind die Kinder mitversichert? Ein Vergleich zeigt Ihnen schnell, welche Tarife diese „Rundum-Sorglos“-Kombination anbieten. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie sichern Ihre geschäftliche Existenz ab und sparen sich die Kosten für die private Police.

Auf was sollte man bei der Firmenrechtsschutzversicherung besonders achten?

Der Markt für Gewerbeversicherungen ist komplex. Nicht jeder Tarif passt zu jeder Branche. Die beste Rechtsschutzversicherung für die Firma ist immer die, die exakt auf Ihre Risiken zugeschnitten ist. Achten Sie beim Vergleich besonders auf folgende Bausteine und Klauseln:

1. Die Baustein-Systematik

Gewerberechtsschutz funktioniert oft nach dem Baukasten-Prinzip. Der Basis-Schutz deckt in der Regel nur allgemeine Bereiche ab. Prüfen Sie, welche Bausteine Sie wirklich benötigen:

  • Arbeitsrechtsschutz: Sobald Sie Mitarbeitende beschäftigen, ist dieser Baustein Pflicht. Arbeitsgerichtsprozesse enden oft in Vergleichen, und in der ersten Instanz trägt ohnehin jede Partei ihre Kosten selbst – ohne passende Versicherung ein teures Unterfangen.
  • Verkehrsrechtsschutz: Haben Sie Firmenwagen oder nutzen Sie ein Fahrzeug für eine gewerbliche Fahrt? Dann ist dieser Baustein essenziell bei Unfällen oder Bußgeldsachen.
  • Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz: Diese Komponente ist wichtig für eigene und auch gemietete Geschäftsräume. Streitigkeiten über Nebenkosten oder Kündigungen sind keine Seltenheit.

2. Spezial-Strafrechtsschutz

Für Unternehmer sind Strafsachen ein oft unterschätztes Risiko. Auch Fahrlässigkeit kann strafbar sein (z. B. bei einem Arbeitsunfall im Betrieb). Der normale Strafrechtsschutz greift oft nur, wenn eine Tat nicht vorsätzlich begangen werden kann. Ein erweiterter Spezial-Strafrechtsschutz hilft Ihnen auch dann, wenn Ihnen Vorsatz vorgeworfen wird, solange keine Verurteilung deswegen erfolgt.

3. Die richtige Versicherungssumme und Selbstbeteiligung

Achten Sie auf eine ausreichend hohe Deckungssumme. Gerade bei Produkthaftungsfällen oder langen Instanzenwegen kommen schnell hohe Summen zusammen. Ältere oder Basisverträge reichen dann oft nicht mehr aus. Eine Selbstbeteiligung (z. B. 250 oder 500 €) kann den Jahresbeitrag zudem deutlich senken. Mittlerweile werden auch Tarife mit fallender Selbstbeteiligung angeboten. Diese beginnen mit höherem Selbstbehalt und fallen bei Schadenfreiheit.

4. Branchenspezifische Risiken

Ein IT-Dienstleister hat ganz andere Risiken (z. B. Urheberrecht, vertragliche Haftung für Softwarefehler) als ein Handwerker, der sich eher mit Gewährleistungsfragen am Bau oder Streitigkeiten mit Subunternehmern auseinandersetzen muss. Achten Sie darauf, dass der gewählte Tarif diese branchenspezifischen Eigenheiten berücksichtigt.

Wichtig: Der Firmenvertragsrechtsschutz

Ein Punkt, der bei der Auswahl häufig vergessen wird, ist der Firmenvertragsrechtsschutz. Viele Unternehmer gehen davon aus, dass Streitigkeiten aus Verträgen mit Kunden oder Lieferanten (z. B. der Kunde zahlt die Rechnung nicht oder bemängelt die Ware) automatisch versichert sind. Das ist in den Standard-Tarifen jedoch meist nicht der Fall!

Der normale Firmenrechtsschutz schließt das sogenannte „Vertrags- und Sachenrecht“ im gewerblichen Bereich grundsätzlich aus. Um Streitigkeiten über Werkverträge, Kaufverträge oder Dienstleistungsverträge abzusichern, benötigen Sie explizit den Baustein oder die Erweiterung für Firmenvertragsrechtsschutz. Ohne diesen Baustein bleiben Sie auf den Anwaltskosten sitzen, wenn Sie offene Forderungen einklagen müssen.

Dieser Schutz ist oft eine Zusatzoption, die im Vergleich aktiv ausgewählt werden muss. Prüfen Sie hier genau die Bedingungen: Oft gibt es Streitwertuntergrenzen oder Obergrenzen für die Kostenübernahme. Da dieser wichtige Baustein aber je nach Branche, Umsatz und Größe der Firma stark im Beitrag abweicht, sollte man sich hier genau befassen.

Enorme Beitragsunterschiede bei den Anbietern – Vergleichen lohnt sich

Die Preisspanne bei Firmenrechtsschutzversicherungen ist gewaltig. Für ein und dieselbe Leistung können die Beiträge je nach Anbieter um mehrere hundert Euro pro Jahr variieren. Dies liegt an den unterschiedlichen Kalkulationsgrundlagen der Versicherer: Manche versichern nach Anzahl der Mitarbeiter, andere nach Jahresumsatz oder Lohnsumme.

Ein Anbieter, der für einen Einzelunternehmer sehr günstig ist, kann für einen Betrieb mit fünf Mitarbeitenden plötzlich unverhältnismäßig teuer sein. Zudem bieten einige Versicherer spezielle Nachlässe für Gründer oder Mitglieder bestimmter Branchenverbände. Sollte ein Vorvertrag bestehen, spielen auch Anzahl und Höhe von bisherigen Schäden eine große Rolle beim Beitrag.

Aus diesen Gründen ist es nicht ratsam, einfach das Angebot der Versicherung anzunehmen, bei der Sie auch Ihre privaten Policen haben. Einige Anbieter privater Verträge bieten auch gar keine Firmenrechtsschutzversicherung an.

Nutzen Sie die Möglichkeit, viele Tarife namhafter Anbieter zu vergleichen. Auf unserer Seite können Sie die Tarife transparent gegenüberstellen. So sehen Sie auf einen Blick, welcher Versicherer für Ihre Firmengröße und Ihre Branche das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Investieren Sie die wenigen Minuten in einen Vergleich – es ist gut investierte Zeit für die Sicherheit und den Geldbeutel Ihres Unternehmens. Selbstverständlich stehen Ihnen unsere Spezialisten auch telefonisch mit Rat und Tat zur Verfügung und das natürlich auch nach Vertragsabschluss!

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