Jobs mit potenziell häufigen Rechtsstreitigkeiten

Manche Jobs haben mit häufigen Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen

Es gibt Berufe, bei denen im Vergleich zu anderen ein erhöhtes Rechtsstreit-Potential besteht und es dementsprechend im Schnitt auch oft zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt.

Ein besonders hohes Risiko in Sachen Rechtsstreit haben beispielsweise Ärzte oder Selbstständige im Handwerks- und Dienstleistungsbereich. Ohne entsprechenden Versicherungsschutz können entsprechende Rechtsstreitigkeiten schnell zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig über einen passenden Rechtsschutz zu informieren.

Bei manchen Berufsgruppen ist den Versicherungsunternehmen das Risiko eines Rechtsstreites grundsätzlich zu hoch, sodass diese teilweise sogar gar nicht versichert werden können. Welche Berufsbilder haben also ein im Vergleich höheres Rechtsstreit-Potential?

Selbstständige (z. B. IT-Unternehmer)

Jobs mit häufigen Rechtsstreitigkeiten findet man im IT-Bereich - hier hat man teils mit hoch sensiblen Daten zu tun. Dementsprechend hoch ist das Rechtsstreit-Potential, wenn durch falschen Umgang mit Daten oder Fehlern in einem Programmcode ein (finanzieller) Schaden entsteht.

Ein simples Beispiel soll verdeutlichen, dass insbesondere IT-Freiberufler auf einen entsprechenden Rechtsschutz nicht verzichten sollten: Angenommen bei einer großen Steuerberater-Kanzlei soll das Netzwerk neu eingerichtet werden. Wenn hier ein Fehler bei der Wiederherstellung der Datensicherung unterläuft, kann dies bedeuten, dass Kundendaten über Monate hinweg nicht gespeichert werden und somit verloren gehen. Um diesen Schaden zu beheben muss die Kanzlei alle Daten von Hand nachtragen und wird diese Kosten geltend machen. Schlimmer ist es, wenn wichtige Kundendaten gänzlich abhanden gehen, der genaue Schaden ließe sich kaum beziffern. Informationen zu entsprechenden Rechtsschutzversicherungen gibt es auch hier auf unserer Seite.

Gewerbetreibende (z. B. Restaurantinhaber)

Restaurant-, Bar- oder Hotelbetreiber sollten auf keinen Fall auf eine passende Rechtsschutzversicherung verzichten, schnell ist in diesem Bereich ein Schaden entstanden. Muss sich beispielsweise ein Gast aufgrund von versehentlich verwendeten, nicht mehr ganz frischen Zutaten, in ein Krankenhaus begeben, so wird sich zum einen die Krankenkasse des Gastes melden und die entstandenen Kosten zurückfordern, zum anderen wird der Gast unter Umständen Schadensersatzansprüche geltend machen.

Eine Entschädigung für einen möglichen Verdienstausfall kann ebenfalls noch eingefordert werden. So kommen schnell Summen auf einen zu, die die finanzielle Situation ganz schön belasten können. Ein weiteres Beispiel wäre ein Zimmermädchen, welches beim Reinigen eines Zimmers Eigentum eines Hotelgastes beschädigt. Auch hier können die Schadensersatzansprüche mitunter hoch sein. In einem solchen Fall kann eine betriebliche Haftpflichtversicherung adäquaten Schutz liefern.

Eine entsprechende Rechtsschutzversicherung bietet zudem umfassenden Schutz im Hinblick auf Kosten für einen etwaigen gerichtlichen Streitfall.

Ärzte - Stichwort Behandlungsfehler

Für Ärzte ist es besonders schwierig innerhalb ihres Berufslebens nicht mindestens einmal in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden. In den letzten Jahren haben Rechtsstreitigkeiten im Bezug auf Behandlungen deutlich zugenommen.

Mit das Schlimmste für einen Arzt kann ein Behandlungsfehler sein. Nicht nur der Arzt, auch und vor allem der Patient hat unter diesem Fehler zu leiden. Doch auch weniger gravierende Schäden zwischen zahlreichen Parteien können Grund für Auseinandersetzungen vor Gericht sein.

Grundsätzlich kann man es als Arzt mit folgenden Konfliktparteien zu tun bekommen:

  • Patienten
  • Krankenhäuser
  • Krankenkassen
  • Mitarbeiter
  • Vermieter
  • Lieferanten
  • kassenärztliche Vereinigungen

Das Rechtsstreit-Potential ist bei Ärzten also immens hoch und daher sollte man sich umfassend über den entsprechend angebrachten Rechtsschutz für Ärzte informieren.

Das Fazit

Die Versicherer haben für nahezu jede Berufsgruppe passende Versicherungen im Angebot. Ausschlaggebend für den Versicherungsschutz ist das Rechtsstreit-Potential, also das Risiko eines Rechtsstreits. Da dies bei einigen Berufen höher ist als bei anderen, entscheiden Versicherer in der Regel im Einzelfall, welchen Schutz sie gewähren können.

Manche Berufsgruppen sind jedoch allen Versicherern zu riskant, Geschäftsführer oder Vorstandsmitglieder von großen Aktienunternehmen sind daher vom regulären Rechtsschutz zumeist gänzlich ausgeschlossen. Aber auch Bewachungs-/Sicherheitsunternehmen, Detekteien, Entsorgungsfirmen, Gebäudereinigung, Personalleasing und Zeitarbeitsfirmen haben es nicht immer leicht passenden Versicherungsschutz zu finden.

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