Naturgefahrenschäden: Bayern führt die Liste an

Vor Naturgefahrenschäden ist keiner gefeilt. Es gibt aber Gebiete, wo Sie verstärkt auftreten.

Niederbayern ist die Region Deutschlands mit den größten Naturgefahrenschäden. Eine Wohngebäudeversicherung bietet Schutz.

In den Jahren 2002 bis 2016 wurde die meisten Naturgefahrenschäden in ganz Deutschland in Deggendorf gemeldet und reguliert. Die Stadt in Niederbayern führt die Liste der Kreise in diesem Zeitraum an. Zu den untersuchten Schäden gehörten Sturm und Hagelschlag als Auslöser, aber auch Überschwemmungen und Starkregen oder Hochwasser. Pro Gebäude wurde in dieser Zeit ein Schaden von rund 13.800 Euro angegeben. Das geht aus der neuesten Analyse hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gerade vorgelegt hat.

Neben Bayern ist auch Sachsen stark betroffen. Für die Eigentümer von Immobilien heißt das vor allem eines: Sie sollten sich durch eine Wohngebäudeversicherung umfassend vor solchen Schäden absichern. Wer clever ist, wählt eine Wohngebäudeversicherung mit Elementarversicherung, um auch gegen Elementarschäden versichert zu sein.

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Sturm und Hochwasser als größte Gefahr

Fast überall in Deutschland muss man heute mit extremen Wetterbedingungen rechnen. Auch das zeigt die neueste Untersuchung des GDV. Gebäudeschäden entstehen aus Sturm, aus Hagel und Überschwemmung, aber auch aus Hochwasser und Starkregen. Konnte man früher noch davon ausgehen, dass nicht jede Region gleichermaßen von extremen Witterungsverhältnissen betroffen ist, stellt sich die Situation heute ganz anders dar. Das geht auch aus der gerade veröffentlichten Langfriststudie hervor.

Sie deckt die Naturgefahren aus den Jahren 2002 bis 2016 ab, und sie zeigt, dass Deggendorf in Niederbayern im gesamten Zeitraum besonders stark von Naturschäden betroffen war. Etwa sieben Prozent wurden durch Hagel oder Sturm verursacht, federführend war hier der Sturm Kyrill im Jahr 2007. Allein in der Region Deggendorf wurden an über 71 Gebäuden unter 1.000 ein Schaden in einer Größenordnung von über 1.030 Euro gemeldet. 93 Prozent der Schäden gehen auf erweiterte Naturgefahren zurück. Unter den Hochwasserschäden fällt der Juni 2013 auf. Damals waren von 1.000 Gebäuden in Deggendorf knapp 42 betroffen. Der Schaden pro Gebäude wurde damals mit knapp 180.870 Euro ermittelt.

Sachsen als weiterer Schwerpunkt bei Naturschäden

Neben Deggendorf gibt es weitere Regionen in Bayern, die unter besonders häufigen und großen Schäden leiden. Der Landkreis Rottal-Inn und die Stadt Passau wurden im Betrachtungszeitraum immer wieder genannt. Auch das Osterzgebirge und der Landkreis Sächsische Schweiz fallen wiederholt auf, wenn es um Schäden aus Naturgewalten gibt.

Kyrill hat beispielsweise in Rottal-Inn Schäden in Höhe von etwa 1.040 Euro pro Gebäude verursacht. Von 1.000 Gebäuden waren 137 von einem Sturmschaden betroffen. Die Stürme Friederike und Gisela haben im Jahr 2016 für Schäden in einer Höhe von rund 79.900 Euro pro Gebäude verursacht. Betroffen waren rund 61 Gebäude unter 1.000. In Sachsen sind es Dresden und Meißen, die auffallend oft von Naturgefahrenschäden gebeutelt sind. In den Jahren 2002 bis 2013 wurde die Gegend zweimal durch Hochwasser zerstört. Die Jahrhundertflut von 2002 führte zu ähnlich dramatischen Schäden wie das Hochwasser von 2013.

Diese Regionen sind selten von Schäden betroffen

Im betrachteten Zeitraum gab es einige Städte, in denen kaum Schäden gemeldet wurde. In der kreisfreien Stadt Heilbronn wurden zum Beispiel nur rund 400 Euro Schäden pro Gebäude gemeldet, während der Durchschnitt deutschlandweit bei 1.600 Euro liegt. Recht erfreuliche Werte konnten zum Teil auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie in Bremen und Wolfsburg nachgewiesen werden. In Hessen fiel Wiesbaden positiv mit einer geringen Schadenssumme auf, im hohen Norden waren Gebäude in Hamburg in eher geringem Umfang von Naturschäden betroffen. In Mecklenburg-Vorpommern waren im Kreis Rostock wenige Schäden zu verzeichnen.

Umfassender Schutz für Wohngebäude deckt Elementarschäden ab

Angesichts solcher Zahlen wird deutlich, wie wichtig eine Wohngebäudeversicherung für die Eigentümer von Immobilien ist. Sie deckt Schäden aus Naturgewalten ab, sollte aber unbedingt um eine Elementarversicherung ergänzt werden. Nur dann ist eine vollumfängliche Absicherung gegen Hochwasser, Sturm, Schneedruck und Lawinenabgang gewährleistet.

Bevor man eine Wohngebäudeversicherung mit Elementarschutz abschließt, lohnt sich ein Versicherungsvergleich. Die Unterschiede bei Preisen und Leistungen sind zum Teil enorm, und wer gut und günstig versichert sein will, führt vor dem Vertragsabschluss einen Versicherungsvergleich durch. Auch eine Überprüfung des bestehenden Versicherungsschutzes lohnt sich, denn da sich die Tariflandschaft im Lauf der Jahre ändert, steckt hier bei vielen Haushalten ein Sparpotenzial in erheblicher Größenordnung.

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