Private Altersvorsorge: Nachlassendes Interesse und schlechte Testergebnisse

Private Altersvorsorge Vergleich Nach einer Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment lässt das Interesse an der privaten Altersvorsorge derzeit nach.

Obwohl sich viele alle darüber im Klaren sind, dass sie im Alter deutlich weniger Geld aus der staatlichen Rente zur Verfügung haben werden, stehen eine ganze Reihe Arbeitnehmer der Privatrente skeptisch gegenüber. Hielten bei einer Befragung Anfang 2010 noch 75 Prozent das Thema für wichtig, sind dies jetzt nur noch etwa zwei Drittel der Menschen.

Die Erhebung der Daten erfolgt bereits seit 2007. Noch nie war das Desinteresse am Thema Altersvorsorge so hoch. Auffallend war bei der letzten Befragung die Tatsache, dass gerade die Leute mit einem geringen Einkommen sich die wenigsten Gedanken über das Alter machten. Sie argumentierten oft damit, dass sie derzeit kein Geld für die Vorsorge übrig hätten.

Aus der Gruppe mit einem Einkommen zwischen 1.300 und 2.300 Euro pro Monat beschäftigt sich gegenwärtig nur die reichliche Hälfte ernsthaft mit dem Thema Privatvorsorge für das Alter. Bei Einkommen darunter waren es sogar nur noch 31 Prozent. Ganz im Gegensatz dazu äußerten sich 78 Prozent der Leute mit einem Monatsverdienst von über 3.100 Euro positiv zur Privatvorsorge. Sicher tragen auch negative Berichte zu einigen Versicherungen zur Skepsis bei vielen Arbeitnehmern bei.

Schon mehrfach gerieten fondsgebundenen Rentenversicherungen in die Schlagzeilen. Die Stiftung Warentest prüfte deshalb kürzlich einige Angebote und kam zu dem Schluss, dass die meisten Produkte keine Empfehlung der Tester verdienen. Von den über 50 getesteten Angeboten erhielten nur ganze zwei fondsgebundene Rentenversicherungen die Note „gut“.

Bemängelt wurden von den Testern vor allem die hohen Kosten, die den Beitragszahlern durch die Versicherer in Rechnung gestellt werden. Den Kunden bliebe so nicht genügend vom Monatsbeitrag für den eigentlichen Sparzweck übrig. Fachleute sollten sich zudem ihren Aktienfonds selbst zusammenstellen, da die Prüfer von der Stiftung Warentest zu dem Ergebnis gelangten, dass bei den gemanagten Fonds nicht sicher sei, dass diese auch renditestark wären.

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