Privathaftpflichtversicherung: intransparente Klauseln in den Vertragsbedingungen

Privathaftpflichtversicherung Vergleich Stark kritisiert der Bund der Versicherten die teilweise unübersichtlichen Vertragsbedingungen in der Privathaftpflichtversicherung.

Vor der Unterschrift zu einem Versicherungsvertrag steht für den interessierten Kunden noch immer der „Kampf mit dem Kleingedruckten“. Oft seitenlange Versicherungsbedingungen lassen viele Versicherte schnell verzweifeln und somit den Überblick verlieren.

Zumal dann, wenn es zunächst allgemeine Vertragsbedingungen (AHB) gibt und diese dann später noch durch besondere Bedingungen (BBH) für die abzuschließende Versicherung modifiziert werden. Betroffen von der Kritik sind einige besonders renommierte Unternehmen der Versicherungswirtschaft wie die Allianz.

Die Allianz Versicherungs AG präsentiert sich gern als führendes Versicherungsunternehmen Deutschlands und als kompetenter Partner für seine Kunden. Mit einem Marktanteil von 15 Prozent gilt die Versicherungsholding als größte Gesellschaft Deutschlands und verweist gern auf ihr virtuelles Servicecenter. Für viele Kunden stellen sich allerdings die Versicherungsverträge als unübersichtlich und undurchschaubar dar. Dies betrifft speziell die AGB von Privathaftpflichtversicherungspolicen.

Besonders die zweigeteilten Bedingungen in den Verträgen fielen den Verbraucherschützern negativ auf. So würden einige Klauseln, die Bestandteil der Allgemeinen Versicherungsbedingungen seien, in den besonderen Bedingungen wieder aufgehoben. Einige abweichende Erläuterungen in den beiden Bedingungsteilen könnten von den Verbrauchern kaum nachvollzogen werden.

Der Bund der Versicherten forderte neben der Allianz auch noch die beiden Versicherungsgesellschaften AXA und R+V dazu auf, solche intransparenten Klauseln wie die zum elektronischen Datenaustausch, zu gewässerschädlichen Stoffen oder die „Benzinklausel“ nicht mehr zu verwenden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft wird darum gebeten, seine Musterbedingungen für die AHB zu ändern, da diese von vielen Versicherungsgesellschaften als Vorlage verwendet würden. Mehr Transparenz in diesen Mustervorlagen würde auch zu besser verständlichen Bedingungen in den konkreten Versicherungspolicen führen.

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