Riester Rente im Vergleich

Riester Rente Vergleich Die Stiftung Warentest verglich kürzlich 23 Angebote zur Riester Rente und kommt zu einem eher mäßigen Ergebnis.

Nach anfänglichem Zögern haben mittlerweile mehr als sechs Millionen Deutsche eine private Zusatzrentenversicherung in Form einer Riester Rente abgeschlossen. Mit dem Vertrag zu einer klassischen Riester Rentenversicherung erhält ein Arbeitnehmer eine jährliche staatliche Zulage, die allerdings beantragt werden muss, und später eine garantierte zusätzliche Rente.

Beim Test von 23 „Riester-Produkten“ kam die Stiftung Warentest zu keinen durchgängig positiven Ergebnissen. Keines der bewerteten Produkte erhielt die Note „sehr gut“. Nur in sieben Fällen vergaben die Tester die Note „gut“. Hauptkritikpunkte waren die niedrige Rendite der meisten Zusatzrenten und die geringe Transparenz der Policen. Zudem veranschlagen einige Versicherer hohe Verwaltungskosten bzw. Bearbeitungsgebühren für die Rentenversicherung. Einige der geprüften Anbieter geben in den Vertragsunterlagen nur die später erzielte Gesamtrente an, diese auch nur unter „Vorbehalt“. Obwohl die monatlichen Einzahlungen der Versicherten und die staatlichen Zulagen als feste Größen vorliegen, weisen einige Unternehmen keinen Betrag für eine Garantierente aus. Dagegen hängt die Gesamtrente von der Anlagestrategie der Versicherungsgesellschaft ab und diese ist nach Aussage der Stiftung Warentest nicht notwendigerweise erfolgreich. Damit ist es dem Kunden kaum möglich, die einzelnen Riester Produkte miteinander zu vergleichen und seine künftige Zusatzrente zu planen.

Eine höhere Zusatzrente sichert der frühzeitige Abschluss eines Vertrags zur Riester Rente. Die Initiative „Altersvorsorge macht Schule“ weist viele Jugendliche, die jetzt gerade wieder mit der Berufsausbildung beginnen, auf eine zusätzliche Förderung hin. Alle Riester-Rentenversicherten, die unter 25 Jahre alt sind und einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen (dazu gehört auch die Lehrausbildung), erhalten zur jährlichen staatlichen Zulage noch einmal zusätzlich 200 Euro. Dieser Bonus für Berufseinsteiger ist allerdings eine einmalige Zahlung.

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