Staatliche Förderung für Berufsunfähigkeitsversicherung?

Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich Berufsunfähigkeitsversicherungen werden tatsächlich staatlich gefördert. Allerdings nicht alle.

Die Notwendigkeit für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für alle nach 1960 geborenen Arbeitnehmer ist kaum in Zweifel zu stellen. Hier sind sich einmal alle Gruppen einig: Verbraucherschützer, Versicherer und Politiker. Deshalb hat auch der Staat reagiert und mit dem Altersvorsorgeverbesserungsgesetz Rahmenbedingungen geschaffen, die den Anreiz für die private Vorsorge bilden sollen.

Bestimmte Arten der Berufsunfähigkeitsversicherung werden nun sogar staatlich gefördert. Leider sind es aber vor allem die teuren Tarife, wie Experten schon seit geraumer Zeit bemängeln. Gefördert werden nur die Policen, die eine lebenslange Zahlung (bis zum Tod) garantieren, nicht aber diejenigen, deren Zahlung mit dem Eintritt in das reguläre Rentenalter endet.

Die geförderten Verträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung sind aber meist mindestens doppelt so teuer wie die Verträge, die mit dem Eintritt ins Rentenalter enden. Der Bund der Versicherten rät aber gerade von solchen Verträgen, die lebenslang zahlen, ab. Weshalb? Diese Versicherungen ersetzen nicht die Vorsorge für die Rente, da sie nur zahlen, wenn tatsächlich vor dem Rentenalter eine Berufsunfähigkeit eintritt. Erreicht der Versicherte allerdings als Arbeitnehmer sein reguläres Rentenalter, wurde die hohe Versicherungssumme ohne Gegenleistung gezahlt.

Keinesfalls sollte man wegen der hohen Beiträge und einer fehlenden Förderung ganz auf die Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten. Denn wer dies tut und seinen Beruf weit vor dem Rentenalter nicht mehr ausüben kann, wird ganz schnell zum Hartz-IV-Fall, wenn er seine eigenen Rücklagen aufgebraucht hat. Jeder Arbeitnehmer sollte anhand seiner finanziellen Situation genau prüfen, ob er lieber auf einen der teuren Verträge und damit auf die staatliche Förderung verzichtet oder ob er sich die zusätzlichen Ausgaben und damit ein spätere eventuell „aufgestockte“ Rente bei vorheriger Berufsunfähigkeit leisten kann.

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