Kinder Privathaftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherung Vergleich Ein Kind verletzt ein anderes, indem es dieses durch Kontrollverlust mit seinem Fahrrad umfährt. Das andere Kind fällt dadurch unglücklich auf den Kopf und muss mit drei Stichen genäht werden.

Wer übernimmt in diesem Fall die Kosten für die Behandlung? Grundsätzlich sind minderjährige Kinder in der Privathaftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert, sofern kein Singletarif abgeschlossen wurde.

Ist bei der Privathaftpflichtversicherung ein Familientarif gewählt, so sind unverheiratete Kinder auch nach dem 18. Lebensjahr hierüber versichert, sofern sie sich in der ersten beruflichen Ausbildung, einem Studium oder der Wehrpflicht befinden beziehungsweise ihren Zivildienst ableisten. Auch in den Wartezeiten zwischen Schule und diesen Lebensphasen besteht der Versicherungsschutz fort. Der Versicherungsschutz gilt neben den leiblichen auch für Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder einer Familie.

Sofern ein Kind bis zur Vollendung seines siebten Lebensjahres einen Schaden verursacht, kann dieses nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Kinder bis einschließlich sechs Jahren gelten nämlich als nicht schuldfähig. Sofern die Eltern allerdings ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, müssen diese für den Schaden aufkommen. Eine Verletzung der Aufsichtspflicht ist allerdings in den meisten Fällen schwer nachzuweisen und häufig eine Streitfrage. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch unter deliktunfähige Kinder.

Im oben genannten Beispiel bedeutet dies: ist das Kind, welches das andere verletzt hat, über sechs Jahre alt, kommt die Privathaftpflichtversicherung der Eltern für die Kosten auf. Sofern das Kind jünger ist und die Eltern ihre Aufsichtsplicht nicht verletzt haben, gilt das Kind als nicht schuldfähig und weder die Privathaftpflichtversicherung der Eltern noch die Eltern selbst müssen für die Kosten aufkommen.