Explosion

 

Lexikon zur

Hausratversicherung

 

 

Eine Explosion im Sinn der Hausratversicherung ist eine auf dem Ausdehnungsbestreben von Gasen oder Dämpfen beruhende, plötzlich verlaufende Kraftäußerung. Hinter dieser etwas abstrakten, technischen Definition verbergen sich ein ganze Reihe möglicher Schadenszenarien. Sie sind zwar im Haushalt selten, aber nicht ausgeschlossen. Sägespäne können explodieren – Staubexplosionen sind besonders heftig –, aber auch Abflussreiniger und sogar Einmachgläser. „Explodiert“ dagegen eine im Gefrierfach vergessene Bierflasche, ist das kein Schaden der Hausratversicherung, denn hier dehnen sich nicht Gase oder Dämpfe aus, sondern eine (gefrierende) Flüssigkeit.

Abgrenzung zu Implosion und Verpuffung

Eine früher im Haushalt häufig vorkommende und deshalb mitversicherte Gefahr ist die Implosion. Sie beruht nicht auf Überdruck, sondern auf Unterdruck. Implosionsschäden gab es regelmäßig an Vakuumröhren von klassischen Fernsehgeräten. Seit sie von Flachbild-TV verdrängt wurden, besteht aber praktisch keine Implosionsgefahr mehr.

Verpuffungen unterscheiden sich von Explosionen hinsichtlich der Verbrennungsgeschwindigkeit. Sie laufen wesentlich langsamer ab. Während sich eine Explosion innerhalb von Sekunden über Kilometer ausbreiten kann, sind es bei Verpuffungen nur Zentimeter. Für den Laien ist der Unterschied auf begrenzter Fläche aber nicht wahrnehmbar. Viele Hausratversicherer decken deshalb auch Schäden durch Verpuffungen, um Abgrenzungsschwierigkeiten und Unzufriedenheit der Kunden zu vermeiden.

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