Reiten fremder Pferde Privathaftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherung Vergleich Während das Halten von Kleintieren (z. B. Katzen, Vögel) zu privaten Zwecken in der Privathaftpflichtversicherung mit abgedeckt wird, muss für Pferde eine gesonderte Pferdehaftpflichtversicherung vom Halter abgeschlossen werden.

Wie sieht es aber aus, wenn man auf einem Pferd, welches einer anderen Person gehört, reitet? Wer übernimmt dann in einem Schadensfall die Kosten hierfür?

Ein Beispiel: Jemand leiht sich ein Pferd für einen Reitausflug aus. Während des Rittes möchte der Reiter über eine Umzäunung springen. Dabei beschädigt das Pferd den Zaun und das Tier wird verletzt. Bezahlt die Privathaftpflichtversicherung des Reiters für beide Schäden?

Nein, denn eine Privathaftpflichtversicherung kommt nur für die Kosten für den beschädigten Zaun, nicht aber für das verletzte Tier auf. Der Reiter hat das Pferd nämlich geliehen und geliehene Gegenstände fallen bei den meisten Anbietern nicht unter den Versicherungsschutz.

Für den beschädigten Zaun kommt die Privathaftpflichtversicherung des Reiters auch nur dann auf, wenn dieser das Tier zu privaten Zwecken gelegentlich geritten hat und die Klausel Reiten fremder Pferde in den Vertrag eingeschlossen ist.

Geschieht der Unfall nicht während eines Rittes, sondern während der Beaufsichtigung des Tieres, so ist der Schaden wiederum nicht versichert. Zudem bezahlt die Privathaftpflichtversicherung lediglich dann den Schaden am Zaun, wenn das fremde Pferd tatsächlich nur gelegentlich, das heißt nicht mehr als vier Wochen ununterbrochen, geritten worden ist.