Blitzschlag

 

Lexikon zur

Wohngebäudeversicherung

 

 

Gewitter sind eine wesentliche Ursache für die hohe Schadenstückzahl in der Wohngebäudeversicherung während der sommerlichen Unwettersaison. Vor allem zwischen Mai und August entstehen heftige Gewitter, wenn warme und kalte Luftmassen aufeinandertreffen. Mehr als 500.000 Blitze pro Jahr schlagen in einem normalen Unwetter-Jahr in Deutschland ein. Bei gehäuft auftretenden Sommerunwettern wird sogar die Millionengrenze überschritten.

Blitzschlag ist ebenso wie Brand, Explosion und Luftfahrzeugabsturz eine versicherte Gefahr der Wohngebäudeversicherung. Zwar verursachen die meisten Blitze einen Brand, aber durch die ausdrückliche Nennung als versicherte Gefahr sind auch Schäden durch nicht zündende Blitzschläge versichert, zum Beispiel durch die Druckwelle. Außerdem entfällt bei einem zündenden Blitzschlag das Problem der Abgrenzung, welche Schäden der Blitz möglicherweise schon verursacht hat, bevor es anfing zu brennen.

Wichtige Einschränkungen bei elektrischen Einrichtungen

Während ein Blitzschlag in den Versicherungsbedingungen ganz allgemein definiert ist als Übergang eines Blitzes auf irgendwelche, also auch unversicherte Sachen, gibt es bei Schäden an elektrischen Einrichtungen eine Einschränkung. Hier besteht ohne besondere Vereinbarung nur dann Versicherungsschutz, wenn der Blitz auf dem Versicherungsgrundstück eingeschlagen ist. Das kann man meist anhand von Einschlagspuren nachweisen.

Es gibt in Deutschland auch ein flächendeckendes Blitzortungssystem von Siemens, das jeden Einschlag auf etwa hundert Meter genau registriert. In Wohnhäusern finden sich sehr viele elektrische Einrichtungen, zum Beispiel in den Wänden verlegte Kabel, die Heizungssteuerung, Rollladen-Motoren und dergleichen. Diese werden während eines Gewitters oft durch eine Überspannung im Stromnetz wegen eines weiter entfernten Blitzeinschlags beschädigt. Deshalb ist die Erweiterung der Wohngebäudeversicherung um Überspannungsschäden durch Blitz sehr empfehlenswert.

Weitere Unwetterschäden richtig absichern

Die Wohngebäudeversicherung ist bei einem Gewitter gleich mit mehreren versicherten Gefahren betroffen. Neben Blitzschlag und Überspannung sind das vor allem Sturm, Hagel und Überschwemmung.

Vor einer Gewitterfront gibt es stets böige Winde, die Sturm- oder Orkanstärke erreichen können. Sogar Tornados sind in Deutschland zu beobachten. Versichert sind diese Schäden, sobald Windstärke 8 nach der Beaufort-Skala (ca. 63 km/h) erreicht wird. Außerdem besteht Versicherungsschutz gegen Hagelschäden unabhängig von der Windstärke.

Eine wichtige Ergänzung des Leistungsumfanges ist die Elementarversicherung. Dazu gehören auch Rückstau und Überschwemmung, häufige Folgen des Starkregens bei Sommerunwettern.

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